Verletzungen beim Wintersport

Auch in dieser Saison stürzen sich Fans der kalten Jahreszeit wieder begeistert ins verschneite Vergnügen. Oft unterschätzen sie dabei aber gesundheitliche Risiken für den Rücken. Knapp 8.000 Österreicher verletzen sich jedes Jahr beim Ski- und Snowboardfahren. Besonders unfallgefährdet sind Kinder. Denn sie fahren häufig sehr schnell und unvorsichtig - obwohl sie ihre Bretter meist noch nicht richtig unter Kontrolle haben.

Die Neigung zu einer riskanten Fahrweise ist beim Nachwuchs sogar um bis zu zehnmal höher als bei erwachsenen Skifahrern. Das liegt vor allem daran, dass Kinder meist noch nicht in der Lage sind, Geschwindigkeiten, Hindernisse und Gefahren richtig einzuschätzen. Vorsorge: Erklären Sie Ihrem Nachwuchs mögliche Gefahren.

Schutzkleidung sorgt für Sicherheit

Viele Eltern haben diesen entscheidenden Sicherheitsvorteil für ihren Nachwuchs bereits erkannt: Mittlerweile tragen etwa neun von zehn Kindern beim Wintersport einen Skihelm. Das kann das Risiko einer Kopfverletzung bei Ski oder Snowboardfahren mehr als halbieren. Zusätzlich können Schoner an Knien oder Handgelenken vor schmerzhaften Sturzfolgen schützen. Außerdem sorgt auffällige Kleidung dafür, dass der Skinachwuchs auch bei schlechten Sichtverhältnissen nicht übersehen wird.

Die 10 wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen
bei einem Unfall im Schnee

  1. Unfallstelle markieren: Zunächst die Unfallstelle gegen von oben kommende Skifahrer absichern. Dazu werden etwa zehn Meter oberhalb die Skier gekreuzt in den Schnee gesteckt.
  2. Das Unfallopfer sichern: Gerade auf sehr engen Ziehwegen, in Engstellen, in denen die Wintersportler mit hoher Geschwindigkeit unterwegs sind, oder in extrem unübersichtlichem Gelände ist es oft besser, den gestürzten Fahrer an den Pistenrand zu bringen, wo er vor anderen Fahrern besser geschützt ist. Bewusstlose Menschen mit vorhandener Atmung lagert man in der so genannten stabilen Seitenlage.
  3. Hilfe holen: Dabei möglichst genaue Angaben zu folgenden Punkten machen: Ort des Unfalls, Anzahl der Verletzten, Art der Verletzungen, Wetterbedingungen.
  4. Ansprechen: Um sich von dem Verletzten ein Bild zu machen, ist es wichtig, zunächst einmal herauszufinden, ob und wie schwer dieser sich verletzt hat. Der erste Schritt bei einem Skiunfall ist, den Verunfallten anzusprechen.
  5. Vor Kälte schützen
  6. Brüche und Prellungen: Körperteile mit gebrochenen Knochen ruhigstellen, ohne dabei ihre Stellung zu verändern, kühlen und auf Hilfe warten! Keine Einrenk-Versuche unternehmen!
  7. Schnittwunden verbinden: Offene, tiefe Wunden behandelt man mit einem Druckverband. Dazu bindet man oberhalb der Wunde einen Schal oder ein Tuch fest um Arm oder Bein. Zudem sollte das betroffene Körperteil hoch gelagert werden.
  8. Schock: Bei einem Schock ist der Betroffene in der Regel sehr bleich, friert, die Haut ist kalt, der Puls rast, er hat Schweißausbrüche, reagiert verlangsamt auf Ansprache und ist orientierungslos. In diesem Fall sollte der gestürzte Fahrer flach auf dem Rücken liegen. Nach Möglichkeit werden die Beine hoch gelagert. Unter die Kniekehlen und Fersen Decken, Rucksäcke oder Kleidung schieben, um eine aufsteigende Lagerung der Beine zu erreichen. Außerdem sollte man den Geschockten wärmen, ihn so wenig wie möglich bewegen sowie beruhigend auf ihn einreden.
  9. Kopf- und Rückenverletzungen: nach Möglichkeit Bewegungen vermeiden, Hilfe holen
  10. Erfrierungen: Hier hilft nur dosierte Wärme. Wickeln Sie Schal oder Skijacke um die betroffene Stelle oder massieren sie die Erfrierung mit leichten Bewegungen, um den Blutfluss zu aktivieren und Gewebeschäden zu verhindern.

Entspannt und sicher - so ist Wintersport ein GenußEgal welche Disziplin den Vorzug erhält: Mit entsprechender Umsicht und Vorbereitung lassen sich die meisten Wintersportarten entspannt und gesundheitsschonend genießen.