Erste Hilfe bei Schlaganfall -
wenn Sekunden über ein Leben entscheiden

Rein rechnerisch gesehen kommt es in Österreich alle sechs Minuten zu einem Schlaganfall. Jährlich sind etwa 20.000 Menschen betroffen. Nicht nur deshalb ist es wichtig über die Krankheit informiert zu sein. Sondern auch, weil sie zusammen mit dem Herzinfarkt ganz oben auf der Liste der Todesursachen steht. Und das obwohl die Sterblichkeit bei Schlaganfällen insgesamt zurückgegangen ist.

Wie entsteht ein Schlaganfall?

Ein Schlaganfall führt dazu, dass das Gehirn nicht ausreichend mit Blut versorgt wird, wodurch die Nervenzellen zu wenig Sauerstoff erhalten und absterben. Hierdurch kommt es zu Ausfällen im zentralen Nervensystem und zu Symptomen wie Lähmungserscheinungen und Sprachstörungen. Es gibt zwei Formen des Schlaganfalls: den ischämischen Schlaganfall, der durch einen Gefäßverschluss verursacht wird und der hämorrhagischen Schlaganfall, hervorgerufen durch eine Hirnblutung. Mit 80% aller Fälle ist der ischämische Schlaganfall die deutlich häueigere Erkrankung. Das Schlaganfall-Risiko steigt mit zunehmendem Alter immer mehr an. Etwa die Hälfte der Schlaganfall-Patienten ist über 75 Jahre alt. Trotzdem kann es aber auch junge Menschen treffen. Etwa 5% der Betroffenen haben das 40. Lebensjahr noch nicht erreicht. Die Schwere der Folgeschäden hängt oftmals damit zusammen, wie schnell eine medizinische Versorgung erfolgt ist. Ganz ähnlich wie bei einem Herzinfarkt sollten Sie deshalb auch in diesem Fall unverzüglich handeln und keine Zeit verstreichen lassen.

Entstehung:

Den Notfall erkennen - die Symptome eines Schlaganfalls

  • Plötzliche einseitige Lähmungen an den Extremitäten (Halbseitenlähmung)
  • Einseitiges Taubheitsgefühl
  • Sehstörungen: eingeschränktes oder doppeltes Sehen bis hin zur vorübergehenden Erblindung
  • Gesichtslähmung: z.B. herabhängende Mundwinkel, einseitig geschlossenes Augenlid
  • Sprachstörungen, Verständigungsprobleme, Schluckbeschwerden
  • Plötzliche Gleichgewichtsstörungen und Schwindel
  • Bewusstlosigkeit, Atem- und Kreislaufstörungen
  • Schlagartige starke Kopfschmerzen

Ist das ein Schlaganfall? Der Schnelltest

Mit dem F-A-S-T (englisch für schnell) – Schnelltest können auch ungeübte Personen einen Schlaganfall erkennen. Verfahren Sie dazu nach folgendem Schema:

  • F (Face – Gesicht): Schauen Sie dem
    Betroffenen ins Gesicht – kann er noch Lächeln,
    bzw. beide Mundwinkel gleichmäßig heben?
  • A (Arms – Arme): Bitten Sie den Betroffenen
    die Arme zu heben, und zwar mit den
    Handflächen nach oben. Zeigen sich dabei
    Lähmungserscheinungen?
  • S (Speech – Sprache): Bitten Sie den Betroffenen
    einen einfachen Satz nachzusprechen.
    Ist die Sprache beeinträchtigt?
  • T (Time – Zeit): Jetzt heißt es schnell Handeln!
    Alarmieren Sie sofort die Notrettung (122).

Richtig handeln im Ernstfall:

  • Alarmieren Sie schnell den unter der Rufnummer 122
  • Während Sie auf Hilfe warten, kümmern Sie sich um den Betroffenen. Ist er bei Bewusstsein, dann versuchen Sie ihn mit ihrer Stimme zu beruhigen
  • Polstern Sie den Betroffenen so, dass er bequem und mit erhöhtem Oberkörper gelagert ist
  • Beobachten Sie die Atmung, Bewusstsein und die Lebenszeichen: Sollte es zu einem Kreislaufstillstand kommen, beginnen Sie mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung

Risikofaktoren für einen Schlaganfall

Es gibt einige Umstände, die einen Schlaganfall begünstigen. Einige davon, haben wir selber in der Hand – andere müssen mit dem Arzt besprochen und ggf. medikamentös behandelt werden.

  • Rauchen
  • Übergewicht
  • Bluthochdruck
  • Herzkrankheiten
  • Zuckerkrankheit
  • Das zunehmende Alter
  • Ein hoher Cholesterinspiegel
  • Familiäre Vorbelastung
  • Migräne – vor allem in Kombination mit Rauchen und Bluthochdruck

Prävention – Risikofaktoren minimieren

Das Risiko eines Schlaganfalls lässt sich deutlich senken, wenn nur ein paar Faustregeln berücksichtigt werden:

  • Bluthochdruck, Übergewicht und erhöhte Blutfettwerte sind Risikofaktoren, die man aber durchaus beeinflussen kann. Durch eine gesunde Ernährung können die Werte langfristig verbessert werden. Empfehlenswert sind pflanzliche anstelle tierischer Fette, außerdem Fisch, Obst, Gemüse und Getreideprodukte anstelle von zucker- und fetthaltigen Lebensmitteln.
  • Bringen Sie Bewegung in Ihr Leben: Durch Radfahren, Treppensteigen und Spazierengehen wird der Puls leicht erhöht und das Krankheitsrisiko somit gesenkt. 30 Minuten täglich reichen schon aus.
  • Zu einer gesunden Lebensweise gehört auch auf das Rauchen zu verzichten – der Effekt ist enorm: Schon fünf Jahre nach der letzten Zigarette hat man dasselbe Schlaganfall-Risiko wie jemand, der nie geraucht hat.
  • Ähnliches gilt für Alkohol: Sie müssen nicht ganz darauf verzichten, jedoch sollten Sie einen allzu hohen Konsum vermeiden. So bleiben Kreislauf und Gefäße geschont, und das die begünstigenden Faktoren für Herzerkrankungen, Bluthochdruck und Diabetes verringern sich.
  • Gehen Sie zu Vorsorgeuntersuchungen: Nur so kann Ihr Arzt frühzeitig erkennen ob Risikofaktoren vorhanden sind und dementsprechend reagieren.

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