Rheuma - Wissen & Therapie

Was ist Rheuma?

Unter dem Oberbegriff "Erkrankungen des rheumatoiden Formenkreises" werden über 100 Krankheiten zusammengefasst, die sich vor allem im Bereich der Gelenke und der sie umgebenden Weichteile abspielt. Man unterscheidet:

  • Entzündliche
  • Degenerative und
  • Extraartikuläre Formen.

Eine besonders bedeutsame Form stellt die rheumatoide Arthritis dar, auch als chronische Polyarthritis oder Gelenkentzündung bezeichnet. Sie gehört zu den entzündlich rheumatischen Erkrankungen. Etwa 1% der Bevölkerung ist hiervon betroffen.

Ursachen:

Das Zusammentreffen einer genetischen Veranlagung, verschiedener unbekannter, schädigender und krankheitsauslösender Stoffe wie Bakterien oder Viren sowie eine Autoimmunpathogenese spielen hier eine Rolle. Bei der rheumatoiden Arthritis wandern fehlgesteuerte Immunzellen in die Gelenke und produzieren dort verschiedene entzündungsfördernde Stoffe . Der Entzündungsprozess bewirkt ein Wuchern der Gelenkinnenhaut und aus den Blutgefäßen tritt vermehrt Flüssigkeit aus. Es kommt zu einer chronischen Entzündung und zur Zerstörung des Gelenkknorpels.

Symptome:

Rheumatische Erkrankungen verlaufen zumeist in Schüben und beginnen schleichend. Am Anfang stehen hierbei häufig Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, rasche Ermüdbarkeit, allgemeine Schwäche und manchmal Fieber. Später folgen dann schmerzhafte Schwellungen der kleinen Gelenke sowie Morgensteifigkeit vor allem der Fingergrund- und mittelgelenke. Danach sind auch die größeren Gelenke befallen und neben Bewegungsschmerzen könne auch Ruheschmerzen auftreten. Ausgeprägte Gelenkschwellungen und Gelenkdeformationen können bis hin zu Invalidität und Pflegebedürftigkeit führen.

Therapie:

Ziel der Behandlung ist es, die Krankheitsaktivität zu vermindern und Gelenkschäden zu verhindern. Sogenannte "Basistherapeutika" und Glukokortikoide hemmen die Entzündung sowie das Voranschreiten der Gelenkzerstörung. Weitere Maßnahmen sollen helfen, die Beweglichkeit aufrechtzuerhalten und die Schmerzen zu lindern.

Insgesamt stützt sich die Behandlung auf mehrere Säulen:

  • Medikamente Therapie
  • operative Verfahren
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Physikalische Therapie
  • Patientenschulung
  • Psychologische Therapie
  • Ernährung

Zur medikamentösen Therapie gehören Arzneimittel wie:

  • Nichtsteroidale Antiphlogistika
  • Glucocortikoide
  • Basistherapeutika
  • Antibiotika
  • Knorpeldegenerationshemmende Stoffe
  • Teufelskralle und Fischölpräparate (zur Entzündungshemmung)

Ernährung:

Auch die richtige Ernährung ist eine wichtige Säule der Behandlung. Patienten mit chronisch entzündlichem Rheuma haben deutlich weniger Beschwerden und brauchen oft sogar weniger Medikamente, wenn sie ihre Ernährung umstellen und dabei vor allem ihren Fleisch- und Wurstkonsum stark einschränken. Empfehlenswert ist eine überwiegend pflanzliche Kost, die durch fettarme Milchprodukte und Fisch ergänzt wird, da so die Aufnahme von entzündungsfördernder Arachidonsäure reduziert wird. Diese Fettsäure steckt vor allem in Fleisch, Ei und fettreichen Milchprodukten. Pflanzliche Lebensmittel hingegen liefern keine Arachidonsäure. Fisch und Meeresfrüchte enthalten zwar auch Arachidonsäure, weisen jedoch einen hohen Gehalt an entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren, die im Stoffwechsel als Gegenspieler der Arachidonsäure wirken.

Eine gesunde Lebensweise mit regelmäßiger sportlicher Betätigung und ausgewogener Ernährung sind gute Voraussetzungen, das Risiko zu vermindern, an einer rheumatoiden Arthritis zu erkranken. Verlauf und Prognose dieser Erkrankung sind abhängig von der Krankheitsaktivität zu Beginn und davon, wann mit der medikamentösen Therapie begonnen wurde. Das Ziel der Behandlung ist eine möglichst vollständige Rückbildung der Krankheitsaktivität und die Verhinderung weiterer Schäden. Dies gelingt mit den heutigen Therapiemöglichkeiten bei etwa der Hälfte der Patienten. Eine kontinuierliche Therapie sollte durch eine ständige Überwachung von Wirkung und Nebenwirkungen der Therapie durch Hausarzt und Rheumatologen begleitet werden. Haben Sie Fragen zu diesem Thema oder zu anderen Gesundheitsthemen? Rufen Sie uns gern an!

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