Neurodermitis

Neurodermitis ist eine schubweise auftretende, chronische Entzündungsreaktion der Haut.

Sie zählt zu den häufigsten Hauterkrankungen. Insgesamt sind in Deutschland zwischen zwei und zehn Prozent der Bevölkerung unterschiedlich stark von dieser chronischen Hautentzündung betroffen. Säuglinge und Kinder sind dabei überdurchschnittlich oft vertreten: Bis zu zwölf Prozent der Vorschulkinder haben eine Neurodermitis. Das Auftreten von Neurodermitis hat in den letzten Jahren stark zugenommen.

Auftreten und Verlauf

Häufig beginnt Neurodermitis bereits im Kleinkindalter. Ihre Entstehung wird sowohl von genetischen Faktoren als auch von Umwelteinflüssen begünstigt. Zahlreiche Stoffe aus der Umwelt, aber auch psychische Faktoren können Schübe auslösen oder verstärken. Typische Symptome einer Neurodermitis sind Juckreiz sowie schuppige und trockene Haut.

Der Verlauf von Neurodermitis kann häufig günstig beeinflusst werden; heilbar ist sie jedoch bislang nicht. Zur Behandlung der Symptome stehen wirkungsvolle Medikamente wie Kortison oder andere Wirkstoffe in Salbenform zur Verfügung. Zusätzlich können die Beschwerden der Neurodermitis mit zahlreichen begleitenden Therapiemaßnahmen deutlich gelindert werden.

Auslöser von Neurodermitis

Ob und wie stark die Neurodermitis ausbricht, ist in großem Maße von Umwelteinflüssen abhängig. Auslöser können sein:

  • verschiedene Allergene (z.B. Pollen, Hausstaubmilben)
  • mechanische Reizung der Haut (z.B. durch Kontakt mit Wolle oder durch Schwitzen)
  • bestimmte Nahrungsmittel (z.B. Nüsse, Milch, Weizen)
  • Infektionen
  • klimatische Bedingungen (z.B. extreme Kälte, Schwüle)

Symptome von Neurodermitis

Die bei einer Neurodermitis auftretenden Symptome betreffen in erster Linie die Haut: Diese ist trockener als normale Haut und kann weniger Feuchtigkeit speichern. Außerdem weist die Haut bei Neurodermitis einen Mangel an bestimmten Hautfetten auf. Dadurch wird sie rau und schuppt sich leicht. Außerdem verliert die Haut ihre wichtige Funktion als Barriere gegen Umweltstoffe. Zusätzlich ist die Regulierung weiterer Hautfunktionen gestört – so zum Beispiel die Schweißbildung, die Hautdurchblutung und die Temperaturregelung.

Bei Neurodermitis setzt sich die Therapie aus zwei Komponenten zusammen:

  • Basistherapie
  • Behandlung der Hautentzündungen.

Basistherapie

Die Basistherapie der Neurodermitis besteht in einer regelmäßigen Pflege der Haut. Die Pflegepräparate sollten Sie großzügig auftragen, um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und einzufetten.

Medikamentöse Therapie

Die medikamentöse Therapie unterscheidet zwischen:

  • der äußerlichen Behandlung mit einer Salbe, Creme oder Emulsion
  • und der innerlichen Behandlung, meist in Form von Tabletten oder Infusionen

In den meisten leichten bis mittelschweren Fällen von Neurodermitis reicht eine äußerliche Behandlung aus, um die Beschwerden der Betroffenen ausreichend zu bessern. Dabei spielen folgende Präparate eine Rolle:

  • Kortisonpräparate, welche die überschüssige Immunreaktion des Körpers unterdrücken
  • Calcineurin-Hemmer, welche die an der Entzündung beteiligten weißen Blutkörperchen beeinflussen

Zusätzlich können gut verträgliche Medikamente wie Antihistaminika verabreicht werden. Nur in schweren Fällen ist die innerliche Therapie mit entzündungshemmenden Substanzen nötig.

Die Therapie sollte früh und intensiv erfolgen, um die Erkrankung besser kontrollieren zu können und neue Schübe möglichst weit hinauszuzögern.

Begleitende Therapiemassnahmen:

Lichttherapie (Phototherapie)

Die Lichttherapie (Phototherapie) soll bei einer Neurodermitis die Entzündungszellen in der Haut hemmen. Dafür wird nur Licht ganz bestimmter Wellenlängen eingesetzt. In der Regel handelt es sich um ultraviolettes Licht – oft ist es eine Kombination aus UVA- und UVB-Strahlen. In besonders schweren Fällen von Neurodermitis erfolgt die so genannte PUVA-Therapie: Hierbei nehmen die Betroffenen vor der Bestrahlung ein Medikament (Psoralen) ein, das die Wirkung der Strahlen in der Haut vervielfacht (Psoralen + UVA = PUVA-Therapie).

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