Erkältungen – Ursachen, Symptome & Therapie

Definition & Ursachen

Nase läuft bei einer ErkältungEigentlich sind Erkältungen oder Verkühlungen Sache der kalten Jahreszeiten. Lässt sich die Sonne jedoch auch im Sommer nicht blicken, sind auch dann Erkältungen vorprogrammiert.

Doch was hat die Erkrankung mit der Jahreszeit zu tun? Wieso erkältet man sich bei nasskaltem Wetter eher als bei Sonnenschein? Eine Erkältung oder grippaler Infekt sind alltagssprachliche, medizinisch nicht scharf definierte Bezeichnungen für eine akute Infektionskrankheit der Schleimhaut von Nase (einschließlich der Nebenhöhlen), Hals oder/und Bronchien.

Viele verschiedene Viren (Rhinoviren. RS-Viren, etc.) können Verursacher einer Erkältung sein. Da solche Viren sich bei niedrigen Temperaturen besser als bei hohen verbreiten, ist das Erkrankungsrisiko in einer kälteren Umgebung wesentlich höher. Außerdem hält man sich bei kaltem Wetter vermehrt in Räumen mit trockener Heizungsluft auf. Dadurch können die Schleimhäute leicht austrocknen. Dazu kommt, dass die Schleimhäute bei niedrigen Außentemperaturen auch noch schlechter durchblutet und somit anfälliger für Viren sind. Durch den ständigen Wechsel zwischen Wärme und Kälte wird außerdem das Immunsystem geschwächt, sodass der Körper die Viren oft nicht mehr abwehren kann.

Erkältungsinfekte sind die häufigsten Infektionen des Menschen überhaupt, Kleinkinder sind mit bis zu 13 mal im Jahr am häufigsten betroffen. Erwachsene erkranken durchschnittlich etwa zwei- bis dreimal im Jahr. Häufig wird der grippale Infekt mit der deutlich schwerer verlaufenden echten Grippe (Influenza) verwechselt, die für immunschwache Personen, z.B. Säuglinge und alte Menschen, äußerst gesundheitsbedrohlich werden kann.

Symptome einer Erkältung

Oft beginnt alles mit einem leichten Kratzen oder Schmerzen im Hals bis hin zu Schluckbeschwerden. Im weiteren Verlauf können zusätzlich Husten, Schnupfen und Heiserkeit in beinahe jeder erdenklichen Kombination auftreten. Häufig klagen die Erkälteten auch über Kopfweh und sie fühlen sich müde und abgeschlagen und frösteln leicht.

Als besonders typisches Erkältungssymptom tritt sehr oft zur gleichen Zeit eine Entzündung der Nasenschleimhäute auf, die auch Schnupfen (Rhinitis) genannt wird, sich überwiegend durch ein Brennen und Kitzeln in der Nase ankündigt und in der Regel mit Niesreiz und Kopfdruck ihren Höhepunkt am zweiten Erkrankungstag erreicht.

Fieber

Fieber (Körpertemperatur über 38°C) tritt sowohl bei akuten bakteriellen wie bei viralen Infekten auf und ist ein natürlicher Bestandteil der Abwehrreaktion. In aller Regel ist die Temperaturerhöhung selbst normalerweise harmlos und endet meist mit der erfolgreichen Abwehr des Infekts.

In den meisten Fällen ist die Erkrankung nach etwa einer Woche überstanden, sie kann aber auch bis zu zwei Wochen andauern.

Man muss nicht mit jeder Erkältung zum Arzt, in den folgenden Fällen ist es jedoch ratsam:

  • bei Atemnot (sie kann auf eine Lungenentzündung hinweisen und erfordert rasche Behandlung)
  • bei hohem Fieber (mehr als 39°C) bei Erwachsenen ( Stark erhöhte Temperatur kann ein Hinweis auf eine bakterielle Infektion sein)
  • bei starken Hals- oder Ohrenschmerzen ( Diese Beschwerden können auf eine eitrige Mandel- beziehungsweise Mittelohrentzündung hindeuten)
  • bei starken Muskel- und Gliederschmerzen
  • wenn Sie sehr müde und abgeschlagen sind (möglicherweise ein Hinweis auf eine echte Virus-Grippe)
  • wenn sich die Beschwerden nach sieben Tagen nicht gebessert haben oder, wenn Husten oder Heiserkeit über mehr als zwei Wochen hinweg bestehen

Mit Säuglingen und kleinen Kindern sollten Eltern generell lieber früher als später einen Arzt aufsuchen. Hilfreich kann es sein, sich am Zustand des Kindes zu orientieren. Ist es sehr schlapp, teilnahmslos oder treten Symptome auf, die darauf hinweisen, dass es sich nicht nur um eine banale Erkältung handelt, ist ein Besuch in der Praxis dringend anzuraten.  

Therapie

Die Behandlung einer Erkältung besteht vor allem darin, dem Körper Ruhe zu gönnen und sich in warmen, nicht überheizten Räumen aufzuhalten. Bei Husten und Schnupfen sollte man viel trinken, um den Schleim flüssig zu halten und den Flüssigkeitsverlust des Körpers auszugleichen, insbesondere bei kleinen Kindern.

Sitzt der Husten fest, können Sie versuchen, den Schleim mit pflanzlichen Wirkstoffen (zum Beispiel Eukalyptus-, Thymian- oder Efeu-Extrakte) oder mit chemischen Schleimlösern zu lockern. Inhalationen können helfen, die Schleimhäute anzufeuchten und vom Schleim zu befreien. Auch Halsschmerzen und Husten können durch diese Befeuchtung gelindert werden.

Abschwellende Nasensprays sollten nur kurzzeitig (in der Regel bis 3-5 Tage) verwendet werden. Eine dauerhafte Anwendung kann zur Austrocknung und zum Anschwellen der Nasenschleimhaut sowie zur Abhängigkeit bzw. Gewöhnung führen. Bei einer wunden Nase wirkt eine Salbe zum Beispiel mit Dexpanthenol lindernd.

Andere Medikamente mit den Wirkstoffen Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure lindern in der Regel Symptome wie beispielsweise Kopfschmerzen und senken das Fieber.

Vorbeugung

Da Erkältungsviren durch Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen werden, ist es ratsam, sich von Menschenmassen fernzuhalten und regelmäßig die Hände zu waschen und wo es möglich ist, sollte man auch das Händeschütteln vermeiden.

Ziehen Sie sich angemessen warm an (am besten in Schichten, damit Sie ablegen können, wenn Sie Häuser betreten) und vermeiden Sie Durchnässung und kalte Füße, beides Risikofaktoren für eine Erkältung.

Nase läuft bei einer ErkältungGehen Sie trotzdem regelmäßig nach draußen: Bewegung an der frischen Luft, Wechselduschen und Saunagänge härten ab und beugen so Infekten vor.Die warme Heizungsluft in den Räumen, trocknet die Schleimhäute aus und macht sie damit weniger widerstandsfähig. Lüften Sie daher regelmäßig und kurz („Stoßlüftung“).

Eine Kost mit viel Obst und Gemüse ist wie sonst natürlich auch sehr sinnvoll. Besonders Vitamin C stärkt das Immunsystem. Auch Zink spielt bei vielen Abwehrprozessen eine Rolle und hilft bei einigen viralen Infekten. Auch pflanzliche Immunstimulantien helfen durch die Erkältungszeit. Sie enthalten zum Beispiel Auszüge aus Sonnenhut, Kapland-Pelargonie, Lebensbaum oder Wasserdost.

Mit diesem Wissen sollte es Ihnen gelingen, gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen! Ihre Apotheke steht Ihnen gerne beratend zur Seite!